Eine Betriebsanweisung erstellen

Tobias Rebel
Betriebsanweisung erstellen

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Duncan Hamra
March 15th 2022
Inhaltsverzeichnis

Definition: Was ist eine Betriebsanweisung?

Die Betriebsanweisung informiert die Mitarbeiter schriftlich kurz über die Gefahren und Schutzmaßnahmen an ihrem Arbeitsplatz. Damit bereitet es die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung übersichtlich auf. In § 4 des Arbeitsschutzgesetzes heißt es: „Beschäftigte [...] sind angemessen zu unterweisen“. Generell gilt eine Betriebsanleitung als angemessen. Je nach Arbeitsbereich regeln andere nationale Vorschriften die Erstellung von Betriebsanweisungen, wie beispielsweise die Betriebssicherheits- und Gesundheitsverordnung (BetrSichV). Auch die Biostoffverordnung, die Gefahrstoffverordnung und andere Verordnungen verlangen eine Betriebsanweisung.

Warum sind Betriebsanweisungen so wichtig?

Zweck der Betriebsanleitung ist es, Unfälle beim Umgang mit Arbeitsmitteln und Stoffen zu minimieren. Erstellt ein Unternehmen keine Betriebsanweisung, kann dies als Ordnungswidrigkeit gewertet und mit Bußgeldern geahndet werden.

Gemäß § 9 der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) hat der Arbeitgeber dafür zu sorgen, dass den Arbeitnehmern, soweit erforderlich, Anweisungen für die Bedienung der bei der Arbeit verwendeten Arbeitsmittel in einer ihnen verständlichen Form und Sprache zur Verfügung gestellt werden.

Das Erstellen einer Betriebsanweisung

Betriebsanweisungen tragen entscheidend dazu bei, Mitarbeiter mit Gefahren, Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln beim Umgang mit bestimmten Arbeitsmitteln oder bestimmten Stoffen vertraut zu machen. Umgekehrt sind Arbeitnehmer nach dem Arbeitsschutzgesetz auch verpflichtet, die ihnen zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel einschließlich der Schutzausrüstung bestimmungsgemäß zu verwenden. Dabei müssen sie auch die Betriebsanweisungen des Unternehmens befolgen. 

Ergibt beispielsweise eine Sichtprüfung vor Arbeitsbeginn einen offensichtlichen Mangel an Arbeitsmitteln, darf er die Arbeitsmittel nicht benutzen und muss den Mangel unverzüglich seinem Vorgesetzten melden. Die Betriebsanleitung wird nach der vorgegebenen praxisorientierten Struktur erstellt. Wichtig ist, dass die Betriebsanweisungen firmenspezifisch erstellt werden und durch die Unterschrift des Betriebs/Vorgesetzten für den Mitarbeiter bindend sind. Daher sind sie auch arbeitsrechtlich von Bedeutung.

  • Betriebsanweisungen bedürfen der Schriftform.
  • Betriebsanweisungen müssen in einer für die Mitarbeiter verständlichen Form und Sprache verfasst sein.
  • Betriebsanweisungen müssen für klar definierte Arbeitsbereiche erstellt werden. Dabei ist zu beachten, dass für jede Mitarbeitergruppe eine eigene Betriebsanweisung erstellt werden muss.
  • Die Betriebsanleitung muss so verständlich wie möglich verfasst sein, damit konkrete Arbeitsschritte oder Handlungen daraus abgeleitet werden können. Daher sollten nur spezifische Gefahren und Maßnahmen identifiziert werden.
  • Die Betriebsanleitung darf nicht zeitlich begrenzt sein.
  • Bei der Erstellung von Bedienungsanleitungen sollte auf grafische und inhaltliche Standards geachtet werden. In der Praxis haben sich beispielsweise „Blau“ für die Maschinenbedienung, „Grün“ für die Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung und „Orange“ für die Verwendung von Gefahrstoffen bewährt.

Sie möchte ihre Betriebsanweisungen lieber digital erstellen?

Aufbau und Gliederung einer Betriebsanweisung

Obwohl der Aufbau der Betriebsanleitung nicht zwingend ist, haben sich die folgenden Gliederungspunkte bewährt.

Kopfzeile

Stellen Sie sicher, dass die folgenden Informationen gut sichtbar am Anfang der Bedienungsanleitung stehen:

  • Seriennummern oder andere Klassifizierungsmerkmale
  • Datum
  • Die verantwortliche Person oder, falls identisch, der Name des Erstellers
  • Arbeitsbereich, für den die Betriebsanleitung gilt

Anwendungsbereich

Hier ist der Ort, um einen Betrieb oder Tätigkeitsbereich, ein Arbeitsmittel, ein Arbeitsmittel oder einen Arbeitsprozess möglichst genau zu benennen. Sinnvoll ist auch die Benennung von Empfängern, die bestimmte Tätigkeiten ausführen, wie z. B. das Festlegen von Qualifikationen für bestimmte Arbeitsaufgaben. Arbeitgeber können hier gegebenenfalls auch Einschränkungen erlassen, etwa die Aktualität von Betriebsanweisungen für Reparatur- oder Wartungsarbeiten festlegen.

Gefahren

Um die Mitarbeiter an die Bedeutung sicheren Verhaltens zu erinnern, müssen Sie hier die wichtigsten Unfälle und Gesundheitsgefahren auflisten. Auch Eigentums- und Umweltrisiken müssen berücksichtigt werden.

Schutzmaßnahmen

Dazu gehört eine Beschreibung von Maßnahmen, die Mitarbeiter konkret ergreifen können. Unternehmer müssen nicht nur Schutzmaßnahmen (z. B. Helmpflicht) und Verhaltensregeln (z. B. Schutz an der Maschine nicht manipulieren) festlegen, sondern bei Bedarf auch persönliche Schutzausrüstung (PSA) zur Verfügung stellen. Gegebenenfalls sind für PSA separate Betriebsanweisungen zu erstellen.

Eine wertvolle Referenz für die hier benötigten Informationen findet sich meist in der Betriebsanleitung des jeweiligen Arbeitsmittelherstellers. Gegebenenfalls ist auch hier eine unbefugte Nutzung anzugeben: „Not for use in…“.

Störungen

Eine Fehlfunktion oder ein erfolgloser Versuch, eine Fehlfunktion zu beheben, ist eine der häufigsten Unfallursachen. Achten Sie daher besonders auf die notwendigen Maßnahmen. Wenn der Bediener während des Betriebs keine sichere Fehlersuche durchführen kann (eine schwierig zu erfüllende Anforderung!), müssen normalerweise Anweisungen zum sicheren Stoppen von Arbeitsgeräten gegeben werden. Mitarbeiter oder speziell eingewiesene Kollegen/Wartungspersonal beheben dann die Störung bei Stillstand der Maschine.

Unfälle

Gerade Personenunfälle sind oft dramatisch. Auch in Paniksituationen können klare Anweisungen für diese Stresssituation helfen, das Richtige zu tun. Gegebenenfalls sind auch Angaben zu geeigneten Löschmitteln und zusätzlicher persönlicher Schutzausrüstung im Brandfall erforderlich.

Erste Hilfe

In diesem Abschnitt legen Sie fest, wie die Unfallstelle abgesichert werden soll, wie Mitarbeiter die Verletzten retten und betriebsinterne Ersthelfer, Ärzte und Betreuer oder externe Rettungsdienste alarmieren sollen – natürlich immer inklusive Telefonnummer oder Durchwahl. Dieses Kapitel kann relativ kurzgehalten werden, wenn allgemeine Erste-Hilfe-Anleitungen vorhanden sind und das Personal regelmäßig geschult wird. In diesem Fall sollen hier nur zusätzliche arbeitsmittelspezifische Verhaltensregeln genannt werden.

Instandhaltung

Bei Bedarf können Wartungshinweise die Betriebsanleitung ergänzen. Bei besonders aufwendigen Maßnahmen sollten Sie eine eigene Wartungsanleitung erstellen.

Entsorgung

Arbeitsmittel sind grundsätzlich fachgerecht zu entsorgen. Daher ist es sinnvoll, auf Sammelstellen oder zuständige Mitarbeiter hinzuweisen.

Folgen der Nichtbeachtung

An dieser Stelle können Sie zusätzlich zum obigen Abschnitt „Gefahren für Mensch und Umwelt“ weitere Informationen zu möglichen Risiken angeben. Drohungen sollten in diesem Abschnitt nicht enthalten sein.

Fußzeile

Die Betriebsanleitung bedarf, wie alle anderen Dokumente, der Unterschrift der verantwortlichen Person. Damit tritt die Betriebsanleitung in Kraft.

Rechtliches zum Thema Betriebsanweisung

Nach § 4 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), § 9 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und § 14 Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) ist die Erstellung von Betriebsanweisungen in Deutschland eine allgemeine Pflicht eines jeden Arbeitgebers.

Gesetzlich vorgeschriebene Betriebsanweisungen sollen Arbeitgeber dabei unterstützen, die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze zu gewährleisten und so Arbeitsunfälle zu vermeiden. Das Unterlassen von Betriebsanweisungen kann als Ordnungswidrigkeit geahndet und mit einem hohen Bußgeld belegt werden! Darüber hinaus kann die Betriebsanleitung als Ergänzung zur jährlichen Arbeitssicherheitsunterweisung verwendet werden. Bei der Erstellung von Betriebsanleitungen sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Dazu gehören arbeitssicherheitstechnische/medizinische Anforderungen und Unterweisungen unserer eigenen Mitarbeiter. Darüber hinaus ist der Betriebsrat gemäß § 87 Technik-Verfassungsgesetz – BetrVG und unter Berücksichtigung verschiedener Betriebsanweisungen und Sicherheitsdatenblätter zu Mitentscheidungen befugt. Die Erstellung von Betriebsanleitungen ist ein weites und komplexes Thema. Daher erstellen viele Arbeitgeber Betriebsanweisungen mit Hilfe von Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärzten und setzen diese um.

Die Pflicht zur Erstellung von Betriebsanweisungen ergibt sich aus folgenden Rechtsgrundlagen:

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) 
  • Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) 
  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) 
  • Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) 
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
  • Biostoffverordnung (BioStoffV) 
  • DGUV Vorschriften 1, 3 bzw. 4
  • DIN VDE 0105-100

Auch indirekt kann sich die Notwendigkeit zur Ausarbeitung eines Gesellschaftsvertrages ergeben. So muss beispielsweise nach § 3 Abs. 6 der Elektromagnetische Felder-Arbeitsschutzverordnung (EMFV) die Gefährdungsbeurteilung in einer Form dokumentiert werden, die spätere Kontrollen erleichtert. Darüber hinaus müssen unter bestimmten Voraussetzungen spezielle Schulungen zum Schutz der Mitarbeiter durchgeführt werden. Es wird empfohlen, hier How-To‘s zu erstellen, da sie beide Anforderungen erfüllen.

Betriebsanweisungen müssen unter folgenden Umständen entwickelt werden:

  • Bevor Beschäftigte erstmals Arbeitsmittel oder elektrische Anlagen benutzen. Stellen Sie Mitarbeitern, die Zugang zu besonders gefährlichen Arbeitsbereichen haben, gegebenenfalls im Voraus entsprechende Anweisungen zur Verfügung.
  • Wenn Mitarbeiter mit biologischen oder gefährlichen Stoffen arbeiten.
  • Sobald Arbeitnehmer anderer Arbeitgeber eingestellt werden, müssen sie über ihre Sicherheits- und Gesundheitsrisiken belehrt werden.

Für alle anderen Bereiche ergibt sich der Bedarf aus einer Gefährdungsbeurteilung.

Digitale Betriebsanweisung mit Software erstellen

Digitale Betriebsanweisung mit Software erstellen

Erstellen Sie Ihre Betriebsanweisungen super einfach per App:

Glücklicherweise gibt es jetzt Möglichkeiten, Betriebsanweisungen auf effiziente und moderne Weise zu erstellen. Manual Rebel bietet eine benutzerfreundliche und intuitive Anwendung zum Erstellen von Betriebsanweisungen und Leitfäden. Mit Manual Rebel gehören langwierige Anleitungen, Anweisungen oder Einweisungen der Vergangenheit an. Durch das Zusammenspiel von App und Webapplikation sind nicht nur alle Medienformate direkt integriert, sondern die Bedienung ist so intuitiv, dass jeder sie sofort nutzen kann. Die Datenverwaltung ist sehr einfach. Die App erleichtert Ihnen das Erstellen von Betriebsanweisungen mit vielen Vorteilen und Funktionen.

Die SaaS-Lösung von Manual Rebel bietet eine benutzerfreundliche und intuitive Anwendung zum bei der Erfassung von Verwaltung von Wissen. Egal ob es um die Erstellung von Arbeitsanweisungen, Anleitungen, Handbüchern oder ähnlichem geht. Die Datenverwaltung ist super simpel. Die App erleichtert Ihnen den Prozess der Erstellung mit folgenden Vorteilen und Funktionen:

Keine Einarbeitung

Manual Rebel ist selbsterklärend aufgebaut und einfach zu bedienen. Mitarbeiter müssen nicht erst für die Nutzung der Software geschult werden.

Immer die volle Kontrolle

Die Inhaltsstruktur ist auf einen Blick klar und übersichtlich.

Schnittstellenübergreifende Nutzung

Digitale und manuelle Abläufe werden synchron in der App und im Browser abgebildet und strukturiert. Nutzung per App oder Browser.

Einzigartige Benutzererfahrung

Das moderne Design ist angenehm für das Auge und bindet alle Medienformate wie Videos, Bildschirmaufnahmen, Bilder und Audios mit ein.

Sparen Sie viel Zeit

Mit Manual Rebel können Sie Ihre Produktivität um bis zu 90 % steigern.

Flexible Investition

Dank cloudbasierter SaaS-Angebote haben Sie die Möglichkeit, die Software günstig zu nutzen und nur dann mehr Optionen zu wählen, wenn Sie sie wirklich brauchen.

Mit der effizienten und innovativen Software von Manual Rebel können Sie ganz einfach die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens steigern und sich mit Ihren Mitarbeitern vernetzen. So wird sämtliches Wissen in Ihrem Unternehmen gesammelt und ist jederzeit abrufbar.

Definition: Was ist eine Betriebsanweisung?

Die Betriebsanweisung informiert die Mitarbeiter schriftlich kurz über die Gefahren und Schutzmaßnahmen an ihrem Arbeitsplatz. Damit bereitet es die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung übersichtlich auf. In § 4 des Arbeitsschutzgesetzes heißt es: „Beschäftigte [...] sind angemessen zu unterweisen“. Generell gilt eine Betriebsanleitung als angemessen. Je nach Arbeitsbereich regeln andere nationale Vorschriften die Erstellung von Betriebsanweisungen, wie beispielsweise die Betriebssicherheits- und Gesundheitsverordnung (BetrSichV). Auch die Biostoffverordnung, die Gefahrstoffverordnung und andere Verordnungen verlangen eine Betriebsanweisung.

Warum sind Betriebsanweisungen so wichtig?

Zweck der Betriebsanleitung ist es, Unfälle beim Umgang mit Arbeitsmitteln und Stoffen zu minimieren. Erstellt ein Unternehmen keine Betriebsanweisung, kann dies als Ordnungswidrigkeit gewertet und mit Bußgeldern geahndet werden.

Gemäß § 9 der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) hat der Arbeitgeber dafür zu sorgen, dass den Arbeitnehmern, soweit erforderlich, Anweisungen für die Bedienung der bei der Arbeit verwendeten Arbeitsmittel in einer ihnen verständlichen Form und Sprache zur Verfügung gestellt werden.

Das Erstellen einer Betriebsanweisung

Betriebsanweisungen tragen entscheidend dazu bei, Mitarbeiter mit Gefahren, Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln beim Umgang mit bestimmten Arbeitsmitteln oder bestimmten Stoffen vertraut zu machen. Umgekehrt sind Arbeitnehmer nach dem Arbeitsschutzgesetz auch verpflichtet, die ihnen zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel einschließlich der Schutzausrüstung bestimmungsgemäß zu verwenden. Dabei müssen sie auch die Betriebsanweisungen des Unternehmens befolgen. 

Ergibt beispielsweise eine Sichtprüfung vor Arbeitsbeginn einen offensichtlichen Mangel an Arbeitsmitteln, darf er die Arbeitsmittel nicht benutzen und muss den Mangel unverzüglich seinem Vorgesetzten melden. Die Betriebsanleitung wird nach der vorgegebenen praxisorientierten Struktur erstellt. Wichtig ist, dass die Betriebsanweisungen firmenspezifisch erstellt werden und durch die Unterschrift des Betriebs/Vorgesetzten für den Mitarbeiter bindend sind. Daher sind sie auch arbeitsrechtlich von Bedeutung.

  • Betriebsanweisungen bedürfen der Schriftform.
  • Betriebsanweisungen müssen in einer für die Mitarbeiter verständlichen Form und Sprache verfasst sein.
  • Betriebsanweisungen müssen für klar definierte Arbeitsbereiche erstellt werden. Dabei ist zu beachten, dass für jede Mitarbeitergruppe eine eigene Betriebsanweisung erstellt werden muss.
  • Die Betriebsanleitung muss so verständlich wie möglich verfasst sein, damit konkrete Arbeitsschritte oder Handlungen daraus abgeleitet werden können. Daher sollten nur spezifische Gefahren und Maßnahmen identifiziert werden.
  • Die Betriebsanleitung darf nicht zeitlich begrenzt sein.
  • Bei der Erstellung von Bedienungsanleitungen sollte auf grafische und inhaltliche Standards geachtet werden. In der Praxis haben sich beispielsweise „Blau“ für die Maschinenbedienung, „Grün“ für die Verwendung von persönlicher Schutzausrüstung und „Orange“ für die Verwendung von Gefahrstoffen bewährt.

Sie möchte ihre Betriebsanweisungen lieber digital erstellen?

Aufbau und Gliederung einer Betriebsanweisung

Obwohl der Aufbau der Betriebsanleitung nicht zwingend ist, haben sich die folgenden Gliederungspunkte bewährt.

Kopfzeile

Stellen Sie sicher, dass die folgenden Informationen gut sichtbar am Anfang der Bedienungsanleitung stehen:

  • Seriennummern oder andere Klassifizierungsmerkmale
  • Datum
  • Die verantwortliche Person oder, falls identisch, der Name des Erstellers
  • Arbeitsbereich, für den die Betriebsanleitung gilt

Anwendungsbereich

Hier ist der Ort, um einen Betrieb oder Tätigkeitsbereich, ein Arbeitsmittel, ein Arbeitsmittel oder einen Arbeitsprozess möglichst genau zu benennen. Sinnvoll ist auch die Benennung von Empfängern, die bestimmte Tätigkeiten ausführen, wie z. B. das Festlegen von Qualifikationen für bestimmte Arbeitsaufgaben. Arbeitgeber können hier gegebenenfalls auch Einschränkungen erlassen, etwa die Aktualität von Betriebsanweisungen für Reparatur- oder Wartungsarbeiten festlegen.

Gefahren

Um die Mitarbeiter an die Bedeutung sicheren Verhaltens zu erinnern, müssen Sie hier die wichtigsten Unfälle und Gesundheitsgefahren auflisten. Auch Eigentums- und Umweltrisiken müssen berücksichtigt werden.

Schutzmaßnahmen

Dazu gehört eine Beschreibung von Maßnahmen, die Mitarbeiter konkret ergreifen können. Unternehmer müssen nicht nur Schutzmaßnahmen (z. B. Helmpflicht) und Verhaltensregeln (z. B. Schutz an der Maschine nicht manipulieren) festlegen, sondern bei Bedarf auch persönliche Schutzausrüstung (PSA) zur Verfügung stellen. Gegebenenfalls sind für PSA separate Betriebsanweisungen zu erstellen.

Eine wertvolle Referenz für die hier benötigten Informationen findet sich meist in der Betriebsanleitung des jeweiligen Arbeitsmittelherstellers. Gegebenenfalls ist auch hier eine unbefugte Nutzung anzugeben: „Not for use in…“.

Störungen

Eine Fehlfunktion oder ein erfolgloser Versuch, eine Fehlfunktion zu beheben, ist eine der häufigsten Unfallursachen. Achten Sie daher besonders auf die notwendigen Maßnahmen. Wenn der Bediener während des Betriebs keine sichere Fehlersuche durchführen kann (eine schwierig zu erfüllende Anforderung!), müssen normalerweise Anweisungen zum sicheren Stoppen von Arbeitsgeräten gegeben werden. Mitarbeiter oder speziell eingewiesene Kollegen/Wartungspersonal beheben dann die Störung bei Stillstand der Maschine.

Unfälle

Gerade Personenunfälle sind oft dramatisch. Auch in Paniksituationen können klare Anweisungen für diese Stresssituation helfen, das Richtige zu tun. Gegebenenfalls sind auch Angaben zu geeigneten Löschmitteln und zusätzlicher persönlicher Schutzausrüstung im Brandfall erforderlich.

Erste Hilfe

In diesem Abschnitt legen Sie fest, wie die Unfallstelle abgesichert werden soll, wie Mitarbeiter die Verletzten retten und betriebsinterne Ersthelfer, Ärzte und Betreuer oder externe Rettungsdienste alarmieren sollen – natürlich immer inklusive Telefonnummer oder Durchwahl. Dieses Kapitel kann relativ kurzgehalten werden, wenn allgemeine Erste-Hilfe-Anleitungen vorhanden sind und das Personal regelmäßig geschult wird. In diesem Fall sollen hier nur zusätzliche arbeitsmittelspezifische Verhaltensregeln genannt werden.

Instandhaltung

Bei Bedarf können Wartungshinweise die Betriebsanleitung ergänzen. Bei besonders aufwendigen Maßnahmen sollten Sie eine eigene Wartungsanleitung erstellen.

Entsorgung

Arbeitsmittel sind grundsätzlich fachgerecht zu entsorgen. Daher ist es sinnvoll, auf Sammelstellen oder zuständige Mitarbeiter hinzuweisen.

Folgen der Nichtbeachtung

An dieser Stelle können Sie zusätzlich zum obigen Abschnitt „Gefahren für Mensch und Umwelt“ weitere Informationen zu möglichen Risiken angeben. Drohungen sollten in diesem Abschnitt nicht enthalten sein.

Fußzeile

Die Betriebsanleitung bedarf, wie alle anderen Dokumente, der Unterschrift der verantwortlichen Person. Damit tritt die Betriebsanleitung in Kraft.

Rechtliches zum Thema Betriebsanweisung

Nach § 4 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), § 9 Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und § 14 Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) ist die Erstellung von Betriebsanweisungen in Deutschland eine allgemeine Pflicht eines jeden Arbeitgebers.

Gesetzlich vorgeschriebene Betriebsanweisungen sollen Arbeitgeber dabei unterstützen, die Sicherheit ihrer Arbeitsplätze zu gewährleisten und so Arbeitsunfälle zu vermeiden. Das Unterlassen von Betriebsanweisungen kann als Ordnungswidrigkeit geahndet und mit einem hohen Bußgeld belegt werden! Darüber hinaus kann die Betriebsanleitung als Ergänzung zur jährlichen Arbeitssicherheitsunterweisung verwendet werden. Bei der Erstellung von Betriebsanleitungen sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Dazu gehören arbeitssicherheitstechnische/medizinische Anforderungen und Unterweisungen unserer eigenen Mitarbeiter. Darüber hinaus ist der Betriebsrat gemäß § 87 Technik-Verfassungsgesetz – BetrVG und unter Berücksichtigung verschiedener Betriebsanweisungen und Sicherheitsdatenblätter zu Mitentscheidungen befugt. Die Erstellung von Betriebsanleitungen ist ein weites und komplexes Thema. Daher erstellen viele Arbeitgeber Betriebsanweisungen mit Hilfe von Fachkräften für Arbeitssicherheit und Betriebsärzten und setzen diese um.

Die Pflicht zur Erstellung von Betriebsanweisungen ergibt sich aus folgenden Rechtsgrundlagen:

  • Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) 
  • Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG) 
  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) 
  • Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) 
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)
  • Biostoffverordnung (BioStoffV) 
  • DGUV Vorschriften 1, 3 bzw. 4
  • DIN VDE 0105-100

Auch indirekt kann sich die Notwendigkeit zur Ausarbeitung eines Gesellschaftsvertrages ergeben. So muss beispielsweise nach § 3 Abs. 6 der Elektromagnetische Felder-Arbeitsschutzverordnung (EMFV) die Gefährdungsbeurteilung in einer Form dokumentiert werden, die spätere Kontrollen erleichtert. Darüber hinaus müssen unter bestimmten Voraussetzungen spezielle Schulungen zum Schutz der Mitarbeiter durchgeführt werden. Es wird empfohlen, hier How-To‘s zu erstellen, da sie beide Anforderungen erfüllen.

Betriebsanweisungen müssen unter folgenden Umständen entwickelt werden:

  • Bevor Beschäftigte erstmals Arbeitsmittel oder elektrische Anlagen benutzen. Stellen Sie Mitarbeitern, die Zugang zu besonders gefährlichen Arbeitsbereichen haben, gegebenenfalls im Voraus entsprechende Anweisungen zur Verfügung.
  • Wenn Mitarbeiter mit biologischen oder gefährlichen Stoffen arbeiten.
  • Sobald Arbeitnehmer anderer Arbeitgeber eingestellt werden, müssen sie über ihre Sicherheits- und Gesundheitsrisiken belehrt werden.

Für alle anderen Bereiche ergibt sich der Bedarf aus einer Gefährdungsbeurteilung.

Digitale Betriebsanweisung mit Software erstellen

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Manual Rebel ist selbsterklärend aufgebaut und einfach zu bedienen. Mitarbeiter müssen nicht erst für die Nutzung der Software geschult werden.

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